In der Vorweihnachtszeit gibt es viele liebenswerte Kleinigkeiten, die diese Zeit zu etwas ganz Besonderem machen. Sicherlich zählt der Anblick der Stiefel in allen Größe, Farben und Materialien dazu, die, ordentlich aufgereiht und mit Namen versehen, im Bad Liebenzeller Bürgerzentrum darauf warteten, vom Nikolaus mit Leckereien gefüllt und an ihre kleinen Besitzer überreicht zu werden.

Bereits am frühen Nachmittag füllte sich der Marktplatz mit zahlreichen Kindern, die gespannt die Ankunft des Weißbärtigen erwarteten. Gerade recht kam da Clown „Paul“ vom „Kindertheater Rote Nase“, der mit dem Stück „Der Schokoladenclown“ die Wartezeit versüßte. Zahlreich waren die Hindernisse und Komplikationen, die in der Welt des Faxenmachers zu urkomischen Situationen führten: Mitten in der Luft blieb der Koffer des Clowns unverrückbar stecken, seine Kopfbedeckung dagegen hielt es keine zwei Minuten an ihrem ordnungsgemäßen Platz.

Hier schritt das junge Publikum hilfreich ein, das ohne Scheu die Bühne betrat, um den Clown aus seiner misslichen Lage zu befreien oder ihm zu assistieren. Und wie es der glückliche Zufall wollte, purzelten eins ums andere Mal Schokoladentaler aus den Accessoires des Clowns. Als echtes Mitmachtheater, garniert mit spaßigen pantomimischen und akrobatischen Einlagen, präsentierte Clown Paul viele kleine Szenen, die eines bewiesen: Schokolade macht glücklich – und Lachen auch.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit war es soweit: Bepackt mit seinem Geschenkesack und in Begleitung seines Weihnachtsengels erreichte der Nikolaus den Bad Liebenzeller Marktplatz und begrüßte die Besucher mit den Worten Theodor Storms: „Von draußen vom Walde da komm ich her…“.

Namentlich rief der Weitgereiste alle Kinder zu sich auf das Podest und überreichte der Reihe nach die gefüllten Stiefel. Manchmal mutig, manchmal etwas zögerlich – aber immer mit strahlenden Augen – nahmen die Kinder ihre Geschenke entgegen. Auch der Weihnachtsbaum im Foyer des ServiceCenters war nach kurzer Zeit über und über mit Wunsch-Sternen geschmückt. „Unter all diesen Wunschkärtchen werden drei ausgelost und noch vor dem heiligen Abend erfüllt“, erläuterte Herbert Masino, Geschäftsführer der Kurverwaltung. Sein besonderer Dank galt Rudi Zipperle, der spontan für den überraschend erkrankten Nikolaus eingesprungen war, den jungen Besuchern eine große Enttäuschung ersparte und selbst knifflige Fragen, wie die, ob sein Engel denn mal ein bisschen fliegen könne, souverän beantwortete. Außerdem dankte Masino den Mitarbeitern der Kurverwaltung für die hervorragende Organisation sowie den lokalen Institutionen und Geschäften für die Marktstände, an denen trotz des nasskalten Wetters zahlreiche Besucher ausharrten und sich die Würstchen, Waffeln und den Punsch schmecken ließen.

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Landesgartenschau 2012